Ungewöhnliche Stellen für einen Cannabis-Freilandanbau

Ungewöhnliche Stelle Das Engagement und die Kreativität der Grower haben dahin geführt, dass Cannabis heute an den verschiedensten Stellen angebaut wird, sogar hoch in Bäumen und unter Trampolinen. Hier berichten wir über einige der seltsamsten Stellen für den Cannabis-Freilandanbau, die wir kennen, und empfehlen dafür jeweils geeignete Sorten.

Ungewöhnliche Stellen für einen Cannabis-Freilandanbau„Mach das Beste aus dem indischem Hanfsamen und säe ihn ÜBERALL ein“ – George Washington, erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

„Haben Sie auch gentechnisch veränderte Cannabis-Samen?“

Das ist keine ganz übliche Frage in der Sensi Seed-Samenbank. Wie die Ironie des Schicksals will, werden aber gerade ungewöhnliche Fragen in einer der ältesten und berühmtesten Amsterdamer Samenbank häufig gestellt. Nachdem wir uns vergewissert hatten, dass der Fragesteller tatsächlich eine genetische Modifikation im Monsanto-Stil meinte, bei der Gene einer Spezies mit Genen einer anderen in einer Weise verbunden werden, die in der Natur so niemals vorkommen kann, lautete die Antwort mit allem Nachdruck: „Nein“. Sensi Seeds hat niemals den Versuch der genetischen Modifikation irgendeiner Pflanzenart unternommen. Die heute erhältlichen Cannabis-Sorten können aber als genetisch entwickelt bezeichnet werden, da die Elternpflanzen von Züchtern sorgfältig ausgewählt wurden und die Nachkommen auf der Grundlage strenger Kriterien entweder für die weitere Zucht oder für die Samenproduktion selektiert wurden. Der genetische Entwicklungsprozess beruht dabei aber – anders als die gentechnische Modifikation – auf naturähnlichen Lebensformen, aus denen neue Sorten einer Art erzeugt werden.

„Ich brauche aber gentechnisch veränderte Cannabis-Samen!“

Das ist ein ungewöhnlicher Wunsch. Die meisten Cannabis-Liebhaber sind gegen die profitorientierten Eingriffe in die Natur, die Unternehmen wie Monsanto bedenkenlos betreiben. Im weiteren Verlauf des Gesprächs mit diesem Kunden stellte sich heraus, dass er und seine Freunde einen besonders gewitzten Guerilla-Grow betrieben – sie züchten Cannabispflanzen in großen Schubkarren. Derzeit bevorzugten sie die Sorte Sensi Seeds Super Skunk, eine ausgezeichnete Wahl für den Freilandanbau in einem gemäßigten, fruchtbaren Klima.

Schubkarren voller GrasSchubkarren voller Gras

Schubkarren voller Gras

Nachdem sie zunächst mit normalen Verfahren begonnen hatten, bis die vierte Generation gefiederter Blätter erschien, erfolgte der vorsichtige Umzug in große Kunststoff-Schubkarren, in denen sich eine Mischung aus Erde, Perlit und Mulch befand und bei denen einige Abflusslöcher in den Boden gebohrt worden waren. In ihren neuen „Blumentöpfen“ konnten die jungen Pflanzen dann mühelos von einem Platz zum anderen geschoben werden. Unglücklicherweise haben die heimlichen Grower ihre Pflanzen dann aber in die Nähe von Äckern gebracht, in denen die gentechnisch veränderten Roundup Ready-Samen angepflanzt waren. Dadurch wurden sie ebenfalls mit den Roundup-Herbiziden besprüht, die rücksichtslos alle Pflanzen ausrotten, die nicht genetisch gegen die Herbizide widerstandsfähig gemacht wurden. Davon waren dann auch die kostbaren Gras-Schubkarren betroffen. Leider konnten wir diesem Kunden nur raten, die mobile Gras-Produktion an Stellen zu verlegen, an denen das hochgiftige Herbizid die geliebten Super Skunk-Pflanzen nicht erreichen kann!

Freiland-Cannabisanbau – so alt wie der Ackerbau

Der Freilandanbau ist die älteste und einfachste Form des Cannabisanbaus, und Cannabis ist eine der frühesten vom Menschen gezielt angebauten Feldfrüchte. Der Beginn des Ackerbaus ist untrennbar verbunden mit den tief in den Boden reichenden Wurzeln einer der beliebtesten Pflanzen der Menschheit. Leider ist derzeit in vielen Teilen der Welt die Rechtslage so, dass Menschen, die in guter Absicht dem Rat von George Washington an seinen Gärtner folgen, „das Beste aus dem indischen Hanfsamen zu machen und ihn überall einzusäen“, Gefahr laufen, Geld- und andere Strafen zu erhalten oder sogar zum Tode verurteilt zu werden.

Da aber die Gesetze zum Besitz und Anbau von Cannabis in vielen Teilen der Welt aber derzeit überprüft werden, wird diese Rechtslage hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Dass jemand nach gentechnisch veränderten Samen verlangt, die in Schubkarren wachsen können, wird in einer Welt des freien Cannabisanbaus zu den unglaublichen Urban Legends gehören.

Um noch mehr dieser besonderen Cannabis-Folklore zu bewahren, berichten wir hier noch über weitere ungewöhnliche Verfahren und Plätze, über die Sensi Seeds im Lauf der Zeit von begeisterten Fans informiert wurde.

Auf BäumenAuf Bäumen

Auf Bäumen

Hoch in den Wipfeln der Wälder, in denen die Sonne ununterbrochen scheint, können die in Ästen herumturnenden Waldzwerge überraschend große Gefäße entdecken, in denen sich verschiedene Sorten von kompakten Indica-Sorten  wie der Afghani # 1 bis zur hoch wachsenden Early Skunk befinden – wegen ihrer Schimmelfestigkeit und allgemein hohen Widerstandsfähigkeit ein Favorit der Grower in feuchten Klimazonen. Zwar gehört die Baumkletterei mit zu diesem Verfahren, aber die nervigen natürlichen Feinde wie Rehe oder Spaziergänger werden von diesem Garten auf den Bäumen sicher ferngehalten, der von Tarzan angeregt sein könnte.

Fein verteilt in Parks

Es gibt zwar genug anekdotische Belege, aber die Zahl und die Standorte von Cannabispflanzen, die ihre Köpfe in öffentlichen Parks in die Sonne recken, sind  wohl eher das Ergebnis von Joint-Rauchern, die ihre Samen im Gras haben liegen lassen, als von absichtlichen Anpflanzungsaktionen. Angesichts von Tausenden von Teilnehmern an Protestmärschen gegen die Cannabisgesetze im April und Mai dieses Jahres und wegen der natürlichen Widerstandsfähigkeit und Tendenz von Cannabis, so gut wie überall zu gedeihen, wo es keimen kann, erscheint es unwahrscheinlich, dass die für die Parks zuständigen Gärtner es geschafft haben, alle Samen zu entfernen.

In Großbritannien gibt es eine Ausnahme. Die Aktion „Feed the Birds“ ist im Grunde genommen ein nationaler Versuch, auf die Albernheit der Cannabisgesetze in Großbritannien hinzuweisen und die Tatsache zu unterstreichen, dass es unpraktisch und unnötig ist, die Natur für illegal zu erklären. Vögel lieben Hanf- und Cannabissamen, lassen aber häufig ein paar davon fallen. Und das Vogelfüttern ist legal, weshalb die anonymen Verteiler von Samen auch nicht beschuldigt werden können, wenn einige davon Wurzeln schlagen und wenn die Pflanzen auf einmal in öffentlichen Anlagen wie Blumenbeeten und bepflanzten Kreisverkehren gedeihen.

Unter einem Trampolin

Der Ärger des Gentleman, mit einem Grasschneider unter seinem Trampolin herumkriechen und dort den meterhohen Bewuchs entfernen zu müssen, schmolz dahin und verwandelte sich in Freude, als er bemerkte, dass auch sein Lieblingsgras an der Stelle wachsen wird, wo Brennnesseln es tun! Er entschied sich für die kleinwüchsige und schnellblühende Sorte American Dream, da das eine problemlose und ertragreiche Freilandsorte für gemäßigtes Klima ist. Eine ordentliche Ernte war sein Lohn. Sein Erfindungsgeist beflügelte ihn nun und er ermöglichte eine frühere Blüte der Pflanzen, indem jeden Abend eine Plane über das Trampolin gelegt wurde, um damit die Tageslichtphasen zu steuern. Wie er zugeben muss, besteht der einzige Nachteil dieses Systems darin, dass der Grower auch seine eigenen Kinder im Sommer vom Trampolinspringen abhalten muss!

In Tomaten verschlungen

Da Tomaten und Cannabis ähnliche Ansprüche stellen, kann ein gemeinsamer Anbau zu guten Ergebnissen führen. Die Blätter und das Erscheinungsbild von Tomaten und Cannabis weisen sogar gewisse Ähnlichkeiten auf, insbesondere bei einer Hybridsorte wie Jamaican Pearl. Augenzeugenberichte über diese Anbautechnik bestätigen, dass die ineinander verschlungenen Pflanzen für das ungeschulte Auge ausschließlich als Tomaten erscheinen. Es gibt aber auch Geschichten von Leuten, die lediglich Tomaten angepflanzt hatten, dann Besuch von der Polizei bekamen, da die Pflanzen so groß und mächtig wurden, dass sie in den Verdacht gerieten, Cannabis zu sein. Der kombinierte Anbau wird als ein natürliches Verfahren für die Verbesserung des Freilandanbaus von Cannabis immer beliebter. Und dies nicht nur wegen seiner Unauffälligkeit, sondern auch, weil es eine Reihe von idealen Begleitpflanzen gibt.

Free Rob Cannabis mit einem aktuellen Hinweis auf den Blumenwettbewerb in Glastonbury, für den er kein Cannabis angepflanzt hat.Free Rob Cannabis mit einem aktuellen Hinweis auf den Blumenwettbewerb in Glastonbury, für den er kein Cannabis angepflanzt hat.

In Blumenarrangements beim städtischen Blumenwettbewerb

Gewissermaßen als Beweis, dass Cannabis nicht nur vielseitig, sondern auch schön ist, hat „In Harmony with Nature“, eines der schönsten Geschäfte von Glastonbury, 1998 den ersten Preis im Blumenwettbewerb der Stadt mit einem hinreißenden Arrangement vor dem New Age- und Hanf-Laden gewonnen. Das Arrangement – es wurde von städtischen Angestellten und im Rahmen eines Foto-Shootings sogar von dem Bürgermeister von Glastonbury selbst gegossen – bestand aus Gänseblümchen, Chrysanthemen und nicht weniger als 13 Cannabispflanzen. „In Harmony with Nature“ ist eine Erfindung von Mr. Free Cannabis, einem der interessantesten und engagiertesten britischen Aktivisten für diese Pflanze. Er hat an der Schwestergesellschaft von Sensi Seeds, dem Cannabis-College, bereits mehrfach über die zahlreichen Vorzüge von Cannabis berichtet und dabei auch von ausgefalleneren Experimenten wie dem hier dargestellten erzählt. Möglicherweise gab Mr. Cannabis auch den Anstoß, dass 2011 weitere Pflanzen in einem Blumenarrangement vor einem anderen Geschäft in Glastonbury auftauchten.

Die Kreativität der Cannabis-Grower

Es ist dem Erfindergeist der Menschen und ihrer Liebe zu dieser ganz besonderen Pflanze zuzuschreiben, dass auch die widrigsten Bedingungen ihren Anbau nicht verhindern können. Das Potenzial, das hinsichtlich der Anbauverfahren erschlossen werden kann, sofern kein Bedarf an Tarnung besteht, sollte attraktive Aussichten für alle Aspekte der landwirtschaftlichen Entwicklung bieten. Richtig eingesetzt, könnte durch die Kreativität der Amateur-Cannabis-Grower eines Tages auch die Nachfrage nach einer zweifelhaften Technik wie gentechnisch veränderten Pflanzen entfallen, damit sie gut wachsen!

Verschwörungstheorie

Der gleiche Herr, der nach gentechnisch veränderten Cannabissamen fragte, hat uns augenzwinkernd noch etwas berichtet. Während der gesamten Planungsphase für das extravagante Unternehmen des Cannabisanbaus in der Schubkarre ist ihm nie eingefallen, dass diese auf Unauffälligkeit bedachte Maßnahme gerade die Aufmerksamkeit von Menschen auf sich ziehen könnte, die Nachweise für Leben auf anderen Planeten suchen. Das monatliche Ritual des Transports der Pflanzen von einem Ort zum anderen führte in der Praxis zu gewundenen Pfaden durch die Felder mit gentechnisch verändertem Getreide. Das Ergebnis bestand in Fahrspuren, die sofort von UFO-Anhängern als offenkundig außerirdischen Ursprungs bejubelt wurden.

Teilen Sie Ihre Geschichten!

Haben Sie oder Ihre Freunde schon einmal Cannabis an ungewöhnlichen Stellen angebaut? Gibt es eine Sorte, die Ihnen ideal für den getarnten Anbau  erscheint? Sind Sie schon einmal an einer Stelle auf eine Pflanze gestoßen, an der Sie das nun wirklich nicht erwartet haben? Informieren Sie uns in den Kommentaren. Vielleicht erscheint Ihre Geschichte demnächst in einem Artikel!

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Zur Werkzeugleiste springen