Sieg für medizinisches Cannabis in Kanada

Sieg Am Mittwoch, den 24. Februar 2016 hat ein Kanadisches Bundesgericht entschieden, dass Patienten das verfassungsmäßige Recht haben, ihr eigenes medizinisches Cannabis anzubauen. Das ist aber noch nicht alles. Ein Update dazu und viele andere Entwicklungen sind in der bereitstehenden Reportage von Cannabis News Network zu sehen.

Am Mittwoch, den 24. Februar 2016 hat ein Richter des Kanadischen Bundesgerichts entschieden, dass Patienten das verfassungsmäßige Recht haben, ihr eigenes medizinisches Cannabis anzubauen. Ein triumphierender Sieg für eine Patientengruppe, die die vergangenen drei Jahre damit verbracht hat, für genau dieses Recht zu kämpfen.

Die Patienten fanden es verfassungswidrig, medizinisches Cannabis allein von ein paar Produzenten, die dafür eine Erlaubnis hatten, beziehen zu dürfen. Der Preis für das lizensierte Cannabis war viel zu hoch und die Auswahl an Sorten limitiert. Verschiedene Cannabisvarietäten haben auch unterschiedliche Zusammensetzungen der aktiven Substanzen (Cannabinoide). Aus diesem Grund kann man nicht für alle Beschwerden, die mit Cannabis behandelt werden können nur eine Sorte einsetzen.

Anwalt Kirk Lousaw, Mitberater der Patienten, ist mit dem Beschluss äußerst zufrieden. Gegenüber CBC News sagte er: „Wir haben bewiesen, dass der Eigenanbau von medizinischem Cannabis vollkommen sicher sein kann und in völliger Übereinstimmung mit dem Gesetz. Menschen sollten das Recht haben, dies ohne Angst vor Festnahme tun zu können.“

Die Patienten fanden es verfassungswidrig, medizinisches Cannabis allein von ein paar Produzenten, die dafür eine Erlaubnis hatten, beziehen zu dürfen.Die Patienten fanden es verfassungswidrig, medizinisches Cannabis allein von ein paar Produzenten, die dafür eine Erlaubnis hatten, beziehen zu dürfen.

Das Urteil trifft momentan auf ungefähr 28.000 Kanadische Patienten zu, die eine Genehmigung für den Konsum von medizinischem Cannabis besitzen. Die Regierung hat sechs Monate, das Gesetz entsprechend zu anzupassen. Das vollständige Urteil kann hier nachgelesen werden (nur auf Englisch).

Auch Niederländischer Patient gewinnt seinen Fall

Am 10. Februar 2016 wurde der Niederländische Patient Rudolf Hillebrand freigesprochen. Er war wegen des illegalen Anbaus von medizinischem Cannabis für den persönlichen Konsum angeklagt. Er hat dies aus demselben Grund wie die Kanadische Patientengruppe getan: Die effektivste Sorte zum geringsten Preis zu erhalten.

Rudolf Hillebrand: “Der Bürgermeister von Amsterdam schaut, ob er für mich einen Raum arrangieren kann, wo ich, vielleicht zusammen mit anderen Patienten, Cannabis anbauen kann.”Rudolf Hillebrand: “Der Bürgermeister von Amsterdam schaut, ob er für mich einen Raum arrangieren kann, wo ich, vielleicht zusammen mit anderen Patienten, Cannabis anbauen kann.”

Dank des Freispruchs darf er nun auf legalem Weg Cannabis anbauen, um seinen medizinischen Bedarf zu decken. Im Gegensatz zu Kanada gilt dieses Urteil allerdings nur für ihn allein. Nun hat er aber zu hören bekommen, das das Wohnungsbauunternehmen, dem die Wohnung von Hillebrand gehört, ihn dazu zwingt auszuziehen, sollte er den Cannabisanbau fortsetzen wollen. Glücklicherweise ist der Bürgermeister von Amsterdam darauf vorbereitet, ihm bei der Lösung des Problems zu helfen.

Ist medizinisches Cannabis Menschenrecht?

Eine wachsende Zahl an Patienten sagt “ja, der Zugang zu medizinischem Cannabis ist ein Menschenrecht“. Eine wachsende Anzahl an Institutionen stimmt dem zu. Was die Menschheit seit 5.000 Jahren weiß wird wiederentdeckt. Wissen, das durch ein globales Cannabisverbot unterdrückt wurde, kommt langsam aber sicher wieder zum Vorschein, was für tausende Patienten, für die medizinisches Cannabis lebenswichtig ist, eine Befreiung ist.

Es ist aber noch lange nicht vorbei! Ein Update zu den oben genannten Geschichten und viele andere Entwicklungen sind in der bereitstehenden Reportage von Cannabis News Network zu sehen.

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